Sicherheit

Wie bei jeder Sportart geht es darum, Unfälle und Verletzungen mit allen geeigneten Massnahmen zu verhindern. Sicherheit ist jedoch mehr als das blosse Verhüten von Unfällen. Wohlbefinden, gegenseitiges Vertrauen, Vermeiden von Konfliktsituationen, Einhaltung von vereinbarten Regeln sowie eine regelmässige Reflexion der Zusammenarbeit tragen wesentlich zur Sicherheit bei.

Eine möglichst grosse Sicherheit ist ein permanenter Prozess, welcher sowohl vom Begleiter als auch dem Sehbehinderten angestrebt werden muss. Zur passiven Sicherheit gehört das Kennzeichnen des Läuferpaars. Noch immer ist es nicht gelungen, eine europaweit einheitliche Regelung für die Kennzeichnung einzuführen.

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Besonders wichtig ist auch die Aufklärung des Umfelds. Mit dem Tragen von einheitlichen Jacken oder Westen können Mitmenschen aufmerksam gemacht und sensibilisiert werden. Leider hat sich das Tragen der einheitlichen Bekleidung noch nicht überall durchgesetzt.

 

Auf der Leichtathletikbahn, auf Sportgeländen, in Stadien und in Verkehrsmitteln ist die Information des Personals und der anderen anwesenden Sportlern besonders wichtig. Das Laufen ohne spezielle Kleidung/Bezeichnung muss aus Sicherheitsgründen vermieden werden. Achtung: Ein Armband mit dem Blindenzeichnen genügt nicht!
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Dem Aspekt Erlebnis ist ganz besondere Beachtung beizumessen. Der Sport bildet auch für den Sehbehinderten einen Ausgleich zum Alltag. Der Begleiter sorgt mit bestem Wissen und Gewissen für die idealen Rahmenbedingungen, die dieses Erlebnis ermöglichen. Limitierend greift der Begleiter ein, wenn er an die Grenzen seiner eigenen Leistungsfähigkeit kommt und er somit die Verantwortung für die sichere Führung nicht mehr tragen kann. Dies kommt gelegentlich vor, wenn vor allem Jugendliche oder Junggebliebene in einen wahren Temporausch kommen. Tempo kann berauschend wirken. Diese Erfahrung darf durchaus gemacht werden, doch ist die Gefahr der Selbstüberschätzung gross. Möchte der Läufer auf Geschwindigkeit laufen, müssen alle technischen und topografischen Voraussetzungen vorhanden sein. Bei hohem Tempo eignet sich besonders die Einhandführung.